2017 - 2020 BMBF - Projekt 

Projektförderung BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung: „Vernetzen – Erschließen – Forschen. Allianz für universitäre Sammlungen" in Kooperation mit dem Baukunstarchiv Berlin

2016 - 2017 Denkmalprojekt der Wüstenrot Stiftung

In Sassnitz soll mit der Kurmuschel eins der Wahrzeichen der Hafenstadt auf Rügen auf Vordermann gebracht werden. Dabei bekommt die Kommune Unterstützung. Die Wüstenrot Stiftung wird nach Angaben ihres Geschäftsführers, Philip Kurz, die Sanierung des vom Binzer Schalen-Baumeister Ulrich Müther (1934 - 2007) errichteten und 1988 eingeweihten Bauwerkes auf dem Kurplatz übernehmen.

An dem Architekturensemble, das Ende 2014 unter Denkmalschutz gestellt wurde, hat der Zahn der Zeit genagt. An der schalenkonstruktion in Form einer Muschel blättert die Farbe, aus der sich links und rechts anschließden Pergola sind bereits Teile herausgebrochen. Bauphysiker, Restauratoren und Denkmalexperten der in Ludwigsburg ansässigen Stiftung haben die Kurmuschel schon unter die Lupe genommen und die Untersuchungsergebnisse in einer fast 100 Seiten starken Machbarkeitsstudie niedergeschrieben. Die Kosten für die Sanierungsarbeiten an der Kurmuschel schätzt die Stiftung auf rund 300 000 Euro. Mit den Bauarbeiten soll erst nach der Saison im Herbst begonnen werden.

Die Kommune will sich anschließend um die Sanierung der Pergola und des Kurplatzes kümmern. Dafür habe die Stadt bereits Geld aus dem Förderprogramm der Altstadt-Sanierung eingeplant, sagt Bauamtsleiterin Claudia Klemens.

Die Wüstenrot Stiftung hat ein eigenes Denkmalprogramm aufgelegt. Im Fokus steht dabei die Baukultur der Nachkriegszeit. Projekte wie die Sanierung der Kurmuschel in Sassnitz werden mit Geld aus der Gewinnausschüttung im Aktiengeschäft finanziert. Die Stiftung hält 66 Prozent der Aktien der Wüstenrot-Bausparkasse, der ersten, die in Deutschland gegründet wurde.

Ostseezeitung, Udo Burwitz 

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