Das Müther-Archiv

Seit 2006 wird der berufliche Nachlass Ulrich Müthers an der Hochschule Wismar aufbewahrt. Er enthält Originalpläne, Fotografien, Schriftgut und Modelle, außerdem einige technische Geräte und Mobiliar. Das Archiv umfasst etwa 270 laufende Meter Akten (Schriftgut und Pläne), mehrere Tausend Zeichnungen und Fotografien sowie 30 Modelle. Das Müther-Archiv sichert diesen Bestand und bereitet ihn wissenschaftlich auf, um ihn öffentlich zugänglich zu machen. Die Aufarbeitung soll 2019 abgeschlossen werden. Die Benutzung des Archivs ist bis dahin leider nur eingeschränkt möglich.

Ulrich Müther (1934–2007)

Mit seinen Betonschalen hat Ulrich Müther einen bedeutenden Beitrag zur Architektur der DDR geleistet. Vor allem in seiner Heimat an der Ostseeküste errichtete der auf Rügen geborene Bauingenieur und Unternehmer eine Reihe spektakulärer Bauten. Zu den prominentesten gehören der Rettungsturm am Strand von Binz und Gaststätten wie der »Teepott« in Rostock-Warnemünde und die »Ostseeperle« in Glowe. Auch in anderen Regionen Deutschlands und im Ausland entstanden, oftmals in Zusammenarbeit mit Architekten, Bauten unter maßgeblicher Beteiligung Müthers und seiner Mitarbeiter. Eines seiner bekanntesten Bauwerke, das Restaurant »Ahornblatt« im Zentrum Berlins, wurde bereits im Jahr 2000 abgebrochen.

Schriftenreihe des Müther-Archivs

Am 21. Juli 2014 wäre Ulrich Müther 80 Jahre alt geworden. Diesen Jahrestag hat das Archiv zum Anlass genommen, mit einer Schriftenreihe über wichtige Bauten Müthers zu beginnen. Neu erschienen im Mai 2017 ist Heft 3: »Ulrich Müther. Schalenbauten in Magdeburg«.

Die Hefte der Schriftenreihe und die Postkartenedition können beim Müther-Archiv bestellt werden. Bitte das Kontaktformular verwenden.